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Mein ehemaliger Patient, Herr Sener, hat vor einigen Jahren diese Webseite zum Morbus Meniere (Morbus Meniere) eingerichtet, da er der Meinung war, dass die bei ihm so erfolgreiche Behandlung mit der sog. Labyrinth Anaesthesie (Labyrinth Anaesthesie), einem groesseren Kreis von Betroffenen bekannt gemacht werden sollte; diese Methode hatte bis dahin noch keine allzu weite Verbreitung gefunden.
Die Webseite wird seither offensichtlich von vielen Rat suchenden Morbus Meniere Patienten gut besucht.
Ich habe die Kommentare, Bemerkungen und Ratschlaege zahlreicher Patienten sorgfaeltig studiert und dabei festgestellt, dass die darin verbreiteten Meinungen zur Behandlung des Morbus Meniere so vielfaeltig sind, dass sie die allgemeine Verwirrung, die auf diesem Gebiet besteht, eher vergroessern, als dass sie fuer Hilfe suchende Patienten wirklich hilfreich sind.
So wichtig mir die subjektiven Erfahrungen der Morbus Meniere Patienten erscheinen, so betreffen sie jedoch stets nur den Einzelfall und sind daher im Hinblick auf die allgemeine Wirksamkeit einer Methode nur sehr beschraenkt aussagekraeftig. Hinzu kommt, dass vielfach ein medizinisches Pseudo-Wissen in die Kommentare einfliesst, welches nicht selten mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft nicht uebereinstimmt und fuer zusaetzliche Verunsicherung sorgt.
Die von mir - basierend auf Erfahrungen von W. Ristow - entwickelte Methode der Labyrinth Anaesthesie habe ich inzwischen bei einer grossen Zahl von Morbus Meniere Patienten angewendet. Ich uebersehe jetzt etwa 120 Patienten; zusammen mit den Faellen aus meiner frueheren Taetigkeit als Ordinarius fuer Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten an der Universitaet Frankfurt sind es nahezu 150 Patienten.
Der derzeitige Stand unserer Auswertung besagt, dass die Labyrinth Anaesthesie bei ca. 85% der Behandelten die Schwindelanfaelle fuer Monate oder Jahre beseitigt oder wesentlich gebessert hat. Ebenso wichtig erscheint mir die Tatsache, dass hierbei in keinem Fall eine Hoerverschlechterung oder sonstige ernsthafte Nebenwirkungen auftraten.
Das bedeutet, dass die Labyrinth Anaesthesie eine effektive Behandlung der Schwindelanfaelle des Morbus Meniere darstellt, die hinsichtlich ihrer Effizienz von keiner derzeit bekannten Behandlungsmethode uebertroffen wird. Die Ueberlegenheit der Labyrinth Anaesthesie besteht jedoch in dem voelligen Fehlen von ernsthaften Nebenwirkungen.
Das bedeutet aber nicht, dass nach einer Labyrinth Anaesthesie keine Rezidive mehr auftreten koennen. Waehrend bei zahlreichen Patienten bis heute keine Schwindelattacken mehr auftraten, trifft das fuer einige Morbus Meniere Patienten nicht zu. Das heisst, dass in diesen Faellen die Wiederholung der Labyrinth Anaesthesie sinnvoll sein kann und aufgrund der fehlenden Nebenwirkungen auch jederzeit moeglich ist. Auch dadurch unterscheidet sich die Labyrinth Anaesthesie von den meisten operativen Behandlungsmethoden. Schliesslich weise ich darauf hin, dass bei einem eher seltenen beidseitigen Morbus Meniere eine simultane Labyrinth Anaesthesie auf beiden Ohren sehr erfolgreich eingesetzt werden kann.
Das bedeutet ebenfalls nicht, dass durch die Labyrinth Anaesthesie ein Morbus Meniere vollstaendig ausgeheilt wird. Das kann bisher keine einzige Behandlungsmethode garantieren. Schwerhoerigkeit und Ohrgeraeusch sowie gelegentliches Druckgefuehl im betroffenen Ohr und Gangunsicherheit sind durch die Labyrinth Anaesthesie nicht in gleicher Weise zu beeinflussen, wie die Schwindelattacken.
Fuer den aengstlichen Patienten - und wer ist das nicht, wenn es um einen Eingriff geht - sei schliesslich gesagt, dass die Labyrinth Anaesthesie in oertlicher Betaeubung, d.h. ohne eine Vollnarkose vonstatten geht und nahezu schmerzfrei ist.
Prof. Dr. med. Christoph v. Ilberg
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