Morbus Meniere

Morbus Meniere Behandlung durch die Labyrinth Anaesthesie

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Prof. Dr. med. Christoph von Ilberg

Langjähriger Ordinarius für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde an der Universitätsklinik Frankfurt am Main.

Mein ehemaliger Patient, Herr Sener, hat vor einigen Jahren diese Webseite zum Morbus Meniere eingerichtet, da er der Meinung war, dass die bei ihm so erfolgreiche Behandlung mit der sog. Labyrinth Anästhesie, einem größeren Kreis von Betroffenen bekannt gemacht werden sollte; diese Methode hatte bis dahin noch keine allzu weite Verbreitung gefunden. Die Webseite wird seither offensichtlich von vielen Rat suchenden Morbus Meniere Patienten gut besucht.

Die von mir – basierend auf Erfahrungen von W. Ristow – entwickelte Methode der Labyrinth Anästhesie habe ich inzwischen bei einer großen Zahl von Morbus Meniere Patienten angewendet. Ich übersehe inzwischen 300 eigene Patienten; zusammen mit den Fällen aus meiner früheren Tätigkeit als Ordinarius für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten an der Universität Frankfurt sind es inzwischen nahezu 340 Patienten.

Prof. Dr. med. Christoph von IlbergDer derzeitige Stand unserer Auswertung besagt, dass die Labyrinth Anästhesie bei ca. 85% der Behandelten die Schwindelanfälle für Monate oder Jahre beseitigt oder wesentlich gebessert hat. Ebenso wichtig erscheint mir die Tatsache, dass hierbei in keinem Fall eine Hörverschlechterung oder sonstige ernsthafte Nebenwirkungen auftraten.

Eine Wiederholung der Labyrinth Anästhesie erfolgte bei 20% der Fälle nach einer durchschnittlichen Zeit von 15 Monaten.

Bei längerer Beobachtungszeit sahen wir jetzt eine zunehmende Zahl von beidseitigem Morbus Meniere. Sie betrug in unserem Krankengut über 40%(!) Gerade für diese Patienten ist die Labyrinth Anästhesie wegen des völligen Fehlens von Nebenwirkungen wesentlich besser geeignet, als nahezu alle derzeit bekannten sonstigen Behandlungsmethoden

Somit verfügen wir mit der Labyrinth Anästhesie über eine effektive Behandlung der Schwindelanfälle des Morbus Meniere, die hinsichtlich ihrer Effizienz von keiner zur Zeit angewendeten Behandlungsmethode übertroffen wird. Die Überlegenheit der Labyrinth Anästhesie besteht zusätzlich in dem völligen Fehlen von ernsthaften Nebenwirkungen.

Das bedeutet aber nicht, dass nach einer Labyrinth Anästhesie keine Rezidive mehr auftreten können. Während bei zahlreichen Patienten bis heute keine Schwindelattacken mehr auftraten, trifft das für ca. 20% unserer Meniere Patienten nicht zu. Das heißt, dass in diesen Fällen die Wiederholung der Labyrinth Anästhesie sinnvoll sein kann und aufgrund der fehlenden Nebenwirkungen auch jederzeit möglich ist. Auch dadurch unterscheidet sich die Labyrinth Anästhesie von den meisten invasiven Behandlungsmethoden. Schließlich weise ich darauf hin, dass bei beidseitigem Morbus Meniere eine simultane Labyrinth Anästhesie – d.h. auf beiden Ohren gleichzeitig – sehr erfolgreich eingesetzt werden kann.

Das bedeutet aber nicht, dass durch die Labyrinth Anästhesie ein Morbus Meniere vollständig ausgeheilt wird. Das kann bisher keine einzige Behandlungsmethode garantieren. Schwerhörigkeit und Ohrgeräusch, sowie gelegentliches Druckgefühl im betroffenen Ohr und Gangunsicherheit sind durch die Labyrinth Anästhesie nicht in gleicher Weise zu beeinflussen wie die Schwindelattacken, nämlich nur in ca. 30%.

Für den ängstlichen Patienten – und wer ist das nicht, wenn es um einen Eingriff geht – sei gesagt, dass die Labyrinth Anästhesie in örtlicher Betäubung, d.h. ohne eine Vollnarkose vonstatten geht und nahezu schmerzfrei ist.

Prof. Dr. med. Christoph v. Ilberg